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Die Geschichte des Vereins

 

Unsere Gesellschaft wandelt sich immer rascher in eine sog. Wissensgesellschaft und das Gelingen dieses Prozesses entscheidet über unsere Zukunft. Wer nicht schon in jungen Jahren eine hohe Bildungsqualität erwirbt und sie durch lebenslanges Lernen den sich ständig verändernden Anforderungen anpasst, droht ins Abseits zu geraten und die Chancen der eigenen Kinder gleich mit zu beeinträchtigen.

 

Dies gilt auch für die Menschen in Gelsenkirchen-Hassel. Der Stadtteil ist ein Produkt der Anfang des 20. Jahrhunderts hier entstandenen Grundstoffindustrie (Kohleförderung und -verarbeitung in Bergwerken, Kokereien, Kraftwerken). Durch sie sind Menschen mit einer bestimmten Bildungsstruktur angesiedelt und in Arbeit und Brot gehalten worden, durch sie sind aber zugleich Bewusstseins- und Schulstrukturen entstanden, die nicht primär auf den Erwerb möglichst hoher Bildungsabschlüsse ausgerichtet waren und sind.

 

Mit dem Auslaufen der Kohleindustrie (Ende 2008 wurde auch noch der letzte Betrieb, das Bergwerk Lippe, geschlossen) ist diesen Menschen die Basis entzogen, auf die sie vorher ihre Erwerbsarbeit und nicht zuletzt ihr Selbstwertgefühl gründen konnten. Potentiell neue Arbeitsplätze, so sie denn vorhanden sind oder geschaffen werden, weisen zumeist einen gänzlich anderen Qualifikationsanspruch auf. Um auf diese veränderte Situation angemessen reagieren zu können und vor allem den Kindern und Jugendlichen eine verbesserte Perspektive zu eröffnen, sind Bildungsanstrengungen auf allen Ebenen unter Beteiligung möglichst aller dafür in Frage kommenden Institutionen und Personen dringend erforderlich.

 

Die Zukunftswerkstatt Hassel lud vor diesem Hintergrund am 22.11.2004 Vertreter aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen sowie Kinder, Jugendliche und erwachsene Bürger zu einer öffentlichen Diskussionsrunde. Das einhellige Ergebnis der Veranstaltung war: Einrichtungen für Kinder und Jugendliche dürfen nicht aus finanziellen Überlegungen verkleinert oder gar geschlossen werden. Es bedarf im Gegenteil geradezu einer Aufbruchbewegung für mehr Bildung und Betreuung und damit mehr Lebenschancen, um so den grundlegenden Strukturwandel aktiv mitzugestalten. Neben der Notwendigkeit größerer Hilfe durch Bund, Land und Kommune wurde deshalb auch die Bereitschaft der Akteure vor Ort zu verstärktem eigenen Engagement formuliert. Daraus erwuchs der Anstoß zu einer langfristigen Bildungsoffensive in Hassel, aus der sich schließlich 2007 ein eigenständiger gemeinnütziger Verein entwickelte.

 

Die Bildungsoffensive Hassel als Bewegung wie als Verein ist eine basisdemokratische, für alle offene Selbsthilfeeinrichtung. Sie ruft die örtlichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung (Kindertagesstätten, Schulen, Jugendheime, Erziehungsberatung usw.), die Religionsgemeinschaften, Parteien und Vereine, die Betriebe und anderweitig mit Ausbildung und Arbeit befassten Institutionen und nicht zuletzt die Kinder, Jugendlichen und Eltern auf, sich unmittelbar einzubringen und am Prozess der Neustrukturierung der Bildungsvorgänge mitzuwirken. Ebenso wird die Kooperation mit den Stellen gesucht, die denen des Stadtteils offiziell übergeordnet sind und an denen deshalb das Geschehen nicht vorbeigehen soll. Seit 2004 haben die daraus entstandenen konkreten Schritte eine immer breitere Beteiligung ausgelöst.

 

Schwerpunkte der Arbeit waren bisher:

  • die möglichst enge und effiziente Vernetzung aller mit Bildung und Ausbildung befassten Institutionen zur Sicherung von mehr Transparenz und Synergieeffekten,

  • die Intensivierung der Sprachförderung im vorschulischen Alter,

  • die Verbesserung der Hilfen beim Übergang von der Schule in den Beruf,

  • der Ausbau der theater- und sonstigen kulturpädagogischen Angebote zur Interessens- und Fähigkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Die Steuerungshilfe durch das Agenda-21-Büro hat dabei entscheidend zu den bisherigen Erfolgen beigetragen, so dass sich die Bildungsoffensive wachsender Anerkennung und Dynamik erfreut.

 

 

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